Ein Blick zurück auf 2024
Unser stetiger Einsatz für Grundrechte, Demokratie und Nachhaltigkeit zeigt Wirkung. Ein Erfolg, den wir auch all unseren Unterstützer*innen zu verdanken haben: Gemeinsam haben wir 2024 viel bewegt! Wir werfen einen kurzen Blick zurück aufs letzte Jahr – denn was wir zusammen erreicht haben, stimmt bestimmt nicht nur uns hoffnungsvoll.

📣 Wir haben Menschen und Organisationen für ein gemeinsames Anliegen zusammengebracht

Mit unserem Appell zum Schutz vor Diskriminierung durch Algorithmen und KI haben wir sechs Parteien, 45 Organisationen, über 70 prominente Schweizer Persönlichkeiten und weitere rund 3’000 Menschen (darunter auch du?) zusammengebracht, um gemeinsam Druck auf den Bundesrat auszuüben. Und mit einer Serie beleuchteten wir Fälle von algorithmischer Diskriminierung anhand konkreter Fallbeispiele. Dabei bezogen wir Organisationen aus unterschiedlichsten Bereichen mit ein. So konnten wir mit unserer Arbeit aktiv dazu beitragen, dass Politik und Gesellschaft beginnen, für den Einsatz von Algorithmen und KI Verantwortung zu übernehmen.
🎯 Unsere Arbeit hinterliess Spuren in Politik, Justiz und in der Öffentlichkeit

Mit unserem KI-Positionspapier haben wir jüngst eine umfassende Einordung der aktuellen Herausforderungen rund um Künstliche Intelligenz vorgelegt. Unsere inhaltliche Arbeit stösst dabei auf grosses Interesse. So wurden wir vom Bundesrat wie auch dem Europarat zu Gesprächen eingeladen, waren unter anderem bei SRF 10vor10 live im Studio und unsere Teammitglieder Estelle Pannatier und Angela Müller erhielten Auszeichnungen für ihre fantastische Arbeit. Das Bundesgericht verwies im Oktober in einem Urteil zur automatisierten Fahrzeugfahndung (BGE 1C_63/2023) auf unser Positionspapier zum Schutz vor algorithmischer Diskriminierung. Und auf unser Wirken hin führt der Kanton Appenzell I.Rh. neu ein Verzeichnis zum Einsatz algorithmischer Systeme in der Verwaltung. So konnten wir mit unserer Arbeit aktiv dazu beitragen, politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen für Algorithmen und KI so zu gestalten, dass Schäden verhindert werden und ein tatsächlicher Nutzen für alle ermöglicht wird.
🔎 Wir schauten hin, wo es sonst kaum jemand tat

Unser Name ist Programm: Wir schauen mit Argusaugen den grossen Tech-Konzernen und der Politik auf die Finger! Auch dieses Jahr entwickelten wir in unserem Horizon Europe-Projekt «FindHR» Methoden und Trainings, um diskriminierende Auswirkungen von Software im Bereich der Personalauswahl zu vermeiden. Mit dem Roundtable «Algorithmische Systeme am Arbeitsplatz» schlossen wir das Projekt «Analytics for the People?» nach rund eineinhalb Jahren erfolgreich ab. Und mit «HUMAN» nahmen wir sogleich ein neues Projekt in Angriff, um den Einsatz von Algorithmen und KI verantwortungsvoll zu gestalten. So konnten wir mit unserer Arbeit aktiv dazu beitragen, eine wissenschaftlich fundierte Grundlage zu den Auswirkungen von Algorithmen und KI zu schaffen.
🤍 «Teamwork makes the dream work!»

Nur dank all den Menschen, die uns an unterschiedlichsten Stellen unterstützt haben, konnten wir 2024 so viel bewegen. Seien dies unsere AlgorithmWatch Kolleg*innen in Berlin, unser neu formierter Beirat, Geldgeber wie die Stiftung Mercator Schweiz und die Christoph Merian Stiftung oder unsere engagierte Community.
Wir haben viel gearbeitet, aber auch viel erreicht. Wir freuen uns, wenn wir uns auch im neuen Jahr gemeinsam für eine gerechte, demokratische, inklusive und nachhaltige Gesellschaft stark machen können. Erstmal wünschen wir aber eine entspannte Endjahreszeit und einen gelungenen Start ins neue Jahr!